Integration

Donnerstag, 15. Dezember 2005

Koalition packt Ausländerfrage an

In der NEUEN - Zeitung für Tirol vom 15. Dezember 2005 steht auf Seite 16:

WIEN. Die Regierung plant, im ersten Quartal 2006 einen Reformdialog zum Thema Ausländer und Integration durchzuführen. Dabei stehen auf Wunsch des orangen Koaltionspartners BZÖ einige Verschärfungen für Immigranten beim Zuzug, auf dem Arbeitsmarkt und im Schulwesen zur Debatte.....
Zum Reformgipfel sollen alle Religionsgemeinschaften, Sozialpartner und alle Parteien eingeladen werden. Für das BZÖ wird Justizministerin Karin Gastinger die Verhandlungen führen. Vom Bundeskanzleramt wurde Zustimmung signalisiert. Innenministerin Liese Prokop und Wirtschafsminister Martin Bartenstein sollen an der Runde teilnehmen.


Damit brachte das BZÖ sein einziges Nicht-Freiheitliches Regierungsmitgliedin dieser Frage in Position, und nimmt damit der FPÖ etwas an Angriffsfläche weg. Die FPÖ hatte ja schon im Vorfeld des vom Vizekanzler Gorbach vorgeschlagenen Reformdialogs sehr weinerlich und heftig über den Ideenklau der Oberorangen lamentiert, die jedoch größtenteils aus dem tiefblauen Lager stammen und alte bis urältere Urheberrechte haben.......

Bleibt abzuwarten, was die echte Opposition dazu meint....

Donnerstag, 1. Dezember 2005

Interessanter Artikel und interessierte Frage:

In der Oberländer Rundschau Nummer 48/2005 vom 30. November 2005 stand ein bemerkenswerter Artikel über ein noch bemerkenswerteres Event:


Ängste auf beiden Seiten abbauen
Live-Diskussion im Imster Kabel TV zum Thema Integration

Zwei aktuelle Anlässe nannten die Organisatoren, die ausschlaggebend für die Themenwahl der letzten Live-Diskussion im Imster Kabel-Fernsehen waren: der versuchte Brandanschlag auf ein türkisches Wohnhaus in Imst und der Wirbel um die Bauverhandlung des Minaretts in Telfs. Eine interessante Gesprächsrunde diskutierte vor laufenden Kameras zum Thema Integration. Gesprächsrunde zum Thema Integration im Imster Kabel-Fernsehen: Moderator Meinhard Eiter, Bedrettin Murat, Johann Ortner, Horst Strobl, Osman Saltan, Christian Jonak (Kabel TV), Gerhard Reheis (stehend v.l.); Vorne das Kabel-TV-Team (v.l.): Birgit Peischl, Manfred Siegl, Hannes Preschern und Alfred Lang. RS-Fotos: Köhle


Schon die Besetzung der Gesprächsrunde versprach Spannung: Bedrettin Murat, ein 18-jähriger in Imst lebender Türke, der Telfer Gemeindevorstand Johann Ortner, Osman Saltan, Sprecher des Türkisch-Islamischen Vereins für kulturelle und soziale Zusammenarbeit (Atib), Major Horst Strobl, Oberländer Viertel-Kommandant der Schützen und der Imster Bgm. Gerhard Reheis diskutierten unter der Moderation von Vize.-Bgm. Meinhard Eiter.

KULTREN-MIX IN IMST. In seinem Eingangsstatement lieferte Gerhard Reheis Zahlen aus Imst: "Insgesamt leben Menschen aus 53 Nationen in unserer Stadt. Von 9.637 Einwohnern sind 8.577 Österreicher, 1.060 Einwohner besitzen eine andere Staatsbürgerschaft. Wo so viele Kulturen zusammenleben, ist Toleranz unerlässlich.” Der Telfer Gemeindevorstand Johann Ortner lobte Bürgermeister Stephan Opperer: "Er hatte keine andere Wahl, als das Bauwerk zu genehmigen. Ein Gebetsturm erfüllt den gleichen Zweck wie ein Kirchturm.”

PROVOKATION. Anderer Meinung war da Schützenkommandant Major Horst Strobl: "Das Minarett passt nicht in unsere abendländische Kultur und ist für uns Schützen eine Provokation.” Er sei zwar nicht gegen den Islam, aber Integration müsse für Strobl anders ausschauen. Der Beitritt von Türken zur Schützenkompanie sei aufgrund der Verankerung in den Statuten nicht möglich. Eine Statutenänderung, wie sie der Telfer Kommunalpolitiker Ortner vorschlug, kommt für Strobl nicht in Frage: "Seit Jahrhunderten basiert das Schützenwesen auf dem christlichen Glauben. Das kann man nicht einfach ändern.”

ÄNGSTE ABBAUEN. Quintessenz der Diskussion war die Erkenntnis, dass Integrationsarbeit weiterhin dringend notwendig ist. Ängste und Vorurteile gilt es laut Saltan auf beiden Seiten abzubauen: "Fremdes und Unbekanntes macht Angst. Hinzu kommen sprachliche Barrieren. Anstatt mit Einheimischen in Dialog zu treten, erfolgt oft der Rückzug in Gruppen. Daran müssen wir arbeiten”, analysiert er und ergänzt: "Der Gebetsturm hat für uns symbolischen Charakter. Die Höhe ist letzten Endes nicht ausschlaggebend, daher die Kompromiss-Lösung mit 15 statt 20 Metern.”

VOSCHLÄGE. "Das Geld, das für den Bau des Gebetsturmes notwendig ist, sollte man besser in Sprachkurse investieren”, lautet Stobls Vorschlag für "bessere Integration”. Reheis regte die zweisprachige Erziehung ausländischer Kinder an: "Wenn sie in den Kindergarten kommen und schon das Wichtigste verstehen, ist allen geholfen.”


http://oberland-online.at/rundschau/news/inhalt.php?id=1494&suchbegriff=

So ist nun die Integration auch in Imst endlich zur Chefsache geworden. Das ist begrüßenswert, wenngleich es mir aber doch auch seltsam vorkommt, dass bei der Diskussion die Imster Integrationskoordinatorin nicht am Podium war.

Sie war zuständig für die verschiedenen Integrationstreffen im Zusammenhang mit dem derzeit gerade laufenden Integrations-Leitbild-Prozess, dessen Zwischenergebnisse am 11. Oktober 2005 im kleinen Imster Stadtsaal präsentiert wurden.

Und eigentlich habe ich mir damals die Anwesenheit des Bürgermeisters und des Kabel-TV erwartet und war sehr enttäuscht darüber, wie unwichtig das künftige Integrationsleitbild für Imst zu sein schien. Der Herr Bürgermeister hätte sich dann auch gleich ein Bild über die seltsamen Integrations-Meinungen seiner Imster Stadt-Politiker machen können. Die Integrationskoordinatorin Sandra Dablander bekundete z.B., dass sie es Leid sei, nur mit Einheimischen über Integration reden zu sollen und hatte dabei das migrantische Viertel der anwesenden Gäste glatt übersehen.

siehe auch:
http://cinalilernklub.twoday.net/stories/1051905/

Auch ihre Argumentation gegen Angebote für türkische Familien im Imster Familien-Kompetenz-Zentrum empfand ich als SEHR integrationsfeindlich (.... dann kommen ja "unsere" Familien nicht mehr....). Die Vizebürgermeisterín Brigitte Flür ihrerseits hatte mit dem Vorwurf befremdet, dass verstärkte muttersprachliche Angebote für Schulkinder, wie sie das Leitbild vorsieht, die anderen Kinder diskrimieren würden. Also ich möchte nicht wissen, was für ein Aufschrei durch ganz Österreich ginge, wenn man allen Ernstes auch nur einem einzigen deutschsprachigen Kind den Besuch von Türkischstunden zumuten würde.....

Schade ist also, dass es erst - wenn auch glücklicherweise nur sehr kurz!!!! - in Imst brennen musste und eine von Telfs ausgehende österreichweite Minarett-Debatte für künftige Wahlkampfmunition sorgte, bevor der Herr Bürgermeister und das Kabel-TV sich der Sache annehmen.

Mittwoch, 23. November 2005

Tiroler Zukunftsleitbild und die Integration der Muslime!

Bis Mitte des Jahres 2006 wird das Leitbild ZukunftsRaum Tirol entstehen. Es wird sich mit den wesentlichen Fragen der räumlichen Entwicklung und der Raumordnung Tirols befassen. Erstmals wird ein solches Dokument für das ganze Land und unter Berücksichtigung themenübergreifender Zusammenhänge erarbeitet. Damit sollen für einen Zeitraum von 10 Jahren die Weichen für die räumliche Entwicklung des Landes gestellt werden.

So werden die TirolerInnen auf der Homepage des Landes Tirol informiert.

http://www.tirol.gv.at/raumordnung/zukunftsraum/projekt.shtml

Dabei geht es aber um mehr als nur Information: es gibt auch eine Möglichkeit, selbst mitzubestimmen, wie das Land in 10 jahren aussehen soll.


>[ Was Ihnen wichtig ist ]

Sie haben Anregungen oder Fragen zum Leitbild ZukunftsRaum Tirol? Kontaktieren Sie uns, wir werden Ihre Anfrage gerne beantworten.

http://www.tirol.gv.at/raumordnung/zukunftsraum/meinung.shtml
_____________________________________________

Mein Beitrag zur Leitbild-Diskussion vom 23. November 2005:
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Der Minarettstreit von Telfs hat in den vergangenen Wochen für erhebliches nationales und sogar internationales Aufsehen gesorgt.

Hier entstand der falsche Eindruck, dass ganz Tirol sich durch ein kleines Bauvorhaben eines türkisch-islamischen Vereins um seine Identität gebracht fühlt.

Mir ist nun SEHR wichtig, dass die Integration der muslimischen Gemeinden sowie der Einwanderer aus der Türkei auch bei der Leitbilderstellung entsprechend berücksichtigt wird, sodass ähnliche - Tirols internationales Ansehen erheblichen schädigende - mediale Diskussionen künftig nicht mehr vorkommen, da sie zudem zu massiven Kinder- und Menschenrechtsverletzungen führen können.

siehe:
http://cinalilernklub.twoday.net/stories/1147627/

In Tirols drittgrößter Gemeinde Telfs ist die Zuwanderung von Einwandererfamilien aus der Türkei (sowohl von den umliegenden Gemeinden als auch direkt von der Türkei infolge der Familienzusammenführung) in den letzten Jahren sichtlich so groß geworden, dass von einem ethno-sozialen Wandel gesprochen werden kann, der auch seinen Niederschlag in der Siedlungs- Und Raumordnung finden muss. Telfs ist dabei nicht die einzige Tiroler Gemeinde, in der diese Tendenz zu beobachten ist. In der Raumplanung und Siedlungspolitik sollte meiner Meinung nach auch die nötige Infrastruktur einer neuen Bevölkerungsgruppe ihren Platz finden (Friedhöfe, Moscheen mit Minarett UND Parkplätzen, die Integration fördernde Bildungseinrichtungen). In diesen Planungsprozess sind meiner Meinung nach ALLE Bevölkerungsgruppen einzubeziehen.

Was ist in dieser Hinsicht vorgesehen?
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Und das war die Antwort auf diesen Beitrag:

Datum: Thu, 24 Nov 2005 11:35:38 +0100
Von: RAUTER Franz

Betreff: AW: Online-Formular: Zukunftsraum

Sehr geehrte Frau Himsl!

Herzlichen Dank für Ihren Diskussionsbeitrag zum ZukunftsRaum Tirol. Es freut uns sehr, dass Sie sich für dieses Thema interessieren und sich die Zeit genommen haben, uns Ihre Gedanken mitzuteilen.

Das von Ihnen angesprochen Thema der Integration ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung und Brisanz. Es hat zweifellos auch Auswirkungen auf unser Projekt ZukunftsRaum - das sich primär mit Fragen der räumlichen Entwicklung Tirols befasst - geht aber weit darüber hinaus.

Unter der Federführung der Abt. JUFF / Fachbereich Integration des Amtes der Tiroler Landesregierung wird derzeit ein Integrationsleitbild erstellt, welches sich unter anderem mit der von Ihnen angesprochenen Thematik beschäftigt. Informationen dazu finden Sie im Internet unter der Adresse http://www.tirol.gv.at/themen/gesellschaftundsoziales/integration/leitbild.shtml.

Die Projektleitung des Integrationsleitbildes und wir stehen untereinander in Kontakt. Ein Mitarbeiter meiner Abteilung wirkt auch im Projektteam des Integrationsleitbildes mit. Damit stellen wir ein abgestimmtes Vorgehen sicher und werden Impulse, die sich aus dem Integrationsleitbild für die räumliche Entwicklung Tirols ergeben, im ZukunftsRaum gebührend berücksichtigen.

Aufgrund dieser Situation erlauben wir uns, Ihren Beitrag auch an Mag. Johann Gstir, den Leiter von JUFF-Integration weiterleiten.


Gerne nehmen wir Sie darüber hinaus in den Verteiler des laufenden Newsletters mit auf und weisen insbesondere auf die Informationen im Internet www.tirol.gv.at/zukunftsraum hin. Bitte melden Sie sich, wenn Sie weitere Ideen haben oder Kritik äußern wollen.

Sobald ein erster Gesamtentwurf des Leitbildes ZukunftsRaum Tirol vorliegt, werden wir Ihnen diesen Entwurf zuschicken und freuen uns über Ihre Rückmeldung dazu. Derzeit sind bereits ca. 400 Personen in das Projekt involviert, und jede einzelne Stellungnahme wird in die Diskussion eingebracht. Die große Herausforderung wird es sein, die vielen Meinungen untern "einen Hut" zu bringen. Wir sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie unser Tun weiterhin verfolgen und kommentieren.

Mit freundlichen Grüßen
Für die Landesregierung


Mag. Franz Rauter
Abteilungsvorstand
Amt der Tiroler Landesregierung, Raumordnung-Statistik
Landhaus 2, Heiliggeiststraße 7-9, Zi. 3_025
A-6020 Innsbruck, Österreich
mailto:f.rauter@tirol.gv.at
Telefon: ++43 (0) 512 508 3600 Fax: ++43 (0) 512 508 3605
Homepage: www.tirol.gv.at
-------Ende--------------------------

Mittwoch, 2. November 2005

Menschen- und Kinderrechte gefährdet!

Zum Brandanschlag auf zwei mehrheitlich von türkischsprachigen Imstern bewohnte Häuser: Das besonders Tragische an dem Anschlag ist:
Die Tiroler Tageszeitung schrieb:

"Viele Kinder betroffen:

In einem der BEIDEN Häuser wohnten 33 türkische Familien [sollte wohl PERSONEN heißen] mit zahlreichen Kindern. Das andere betroffene Gebäude ist ebenfalls von zahlreichen Türken aber auch von Einheimischen bewohnt."

Zum Vorgang:

"In der Nacht zum Montag versuchte in der Imster Malchbachgasse ein vorerst Unbekannter zwei Häuser anzuzünden, die in der Mehrzahl von türkischen Familien bewohnt sind. Unter einem abgestellten Auto, an zwei Hauswänden und beim Eingangsbereich eines Gebäudes verteilte der Brandstifter zehn Liter Diesel, Öl und Benzin, scheiterte aber kläglich beim Anzünden des eigentlich sehr brennbaren Gemisches. Erst am folgenden Tag wurde der versuchte Brandanschlag entdeckt und die Polizei verständigt."

In der NEUEN Zeitung für Tirol vom 2. November 2005 steht weiter:

"Er habe sich von den türkischen Bewohnern des Mehrfamilienhauses "bevormundet" gefühlt.... Daher habe er am vorigen Sonntag Wände, Fensterbretter und den Eingangsbereich des Hauses zuerst mit Diesel, dann mit Benzin angeschüttet und mit einem Feuerzeug angezündet.

Zum Glück stand nur der hölzerne Türrahmen und nicht das Innere kurz in Flammen. Denn die 33 Bewohner, darunter viele Kinder, hätten sonst kaum Fluchtmöglichkeiten gehabt.
Der Bursch war voll geständig, er wurde auf freiem Fuß angezeigt."


Imst ist ausgesprochen knapp an einer menschlichen Katastrophe vorbeigerutscht!!!! Vielleicht wird Integration nun endlich DOCH ein Thema, das in Imst beherzter und sachlicher diskutiert wird!

Sonntag, 30. Oktober 2005

Verschiedene Strömungen des Islam gibt es auch in Österreich

Im Rahmen der EU-Türkei-Serie berrichtete die NEUE Zeitung für Tirol am 30.Oktober 2005 über eine Tiroler Türkin, die von ihren Eltern niedergestochen wurde, weil sie keine arrangierte Ehe mit einem Mann eingehen wollte, den sie erst einmal gesehen hatte.
In diesem ergreifenden Beitrag ist ein Absatz, der auf die großen Spannungen innerhalb des Islam eingeht, udn der zeigt, dass junge Einwanderer aus der Türkei nicht nur mit der Integration in die Österreichische Gesellschaft zu kämpfen haben sondern auch gegenüber ihren Eltern und Religionslehrern einen schweren Stand haben. Sie brauchen neben Hilfe vor allem auch Verständnis:

Der Auszug:

"Mit 19 habe ich mich dann in einen jungen Türken verliebt," beginnt Leyla (Name Geändert) zu erzählen. "Wir gingen aus, es war ein üblicher Flirt unter Teenagern."

Ein kleiner Unterschied

Was Leyla zwar wusste, in ihrer jugendlichen Unbeschwertheit aber nicht weiter beachtete war, dass der junge Mann ein Sunnit war, ihre Familie hingegen zu den Aleviten gehört. Das sind zwei unterschiedliche Strömungen innerhalb des Islam. Im allgemeinen gelten Aleviten in ihrer Auslegung als etweas liberaler und westlicher.
Bis heute herrscht zwischen beiden Richtungen bisweile große Rivalität, die Aleviten halten die Sunniten für zu engstirnig und konserativ, während Sunniten den Aleviten vorwerfen, keine echten Muslime zu sein."


Leyla hat die größere "Liberalität" der Aleviten leider nicht zum Lebensglück gereicht. Sie musste vielleicht wegen eines harmlosen Flirts mit einem Sunniten einen Mann heiraten, der ihrer Religionsgruppe zugehörte. Viel zu spät sahen die Eltern ein, dass er trotzdem nicht gut für ihre Tochter war. Immerhin ist die Scheidung inzwischen längst eingereicht.....

Gefährlich fremd?????

Der Tiroler Freiheitlichen-Chef Gerald Hauser stellt fest, dass negative Berichte über Asylwerber überhand nehmen:
„Es ist einfach unfassbar, wie mit unserer Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft umgegangen wird. Wie lange schauen wir hier wirklich noch untätig zu. Es vergeht nahezu kein Tag, an dem nicht irgendein negativer Bericht über die Asylwerber in den Medien vorkommt“, empört sich Gerald Hauser.

Quelle und ganzer Bericht:
http://www.fpoe-tirol.at/index.php?id=2026&backPID=5776&tt_news=5265

Er hat, Recht, die negativen BERICHTE nehmen überhand.

Das beweist die NEUE Zeitung für Tirolvom 28. Oktober 2005:

Da steht auf Seite 2:

"Neue Spuren im Rapoldi-Mord

....Wie ein Informaten der NEUEN mitteilte, sollen Salzburger Ermittler am Donnerstag einen Asylwerber im Zusammenhang mit der ungelklärten Innsbrucker Gewalttat überprüft haben. Das Ergebnis steht noch aus - eine Verbindung zur niederösterreichischen Studentin Daniela Kammerer (19) konnte noch nicht nachgewiesen werden....


Auf Seite 3 steht unter derselben Unterschrift:

"...Auch in Innsbruck ließ ein Hinweis die Alarmglocken schrillen. Ein Hinweis zu einem Mann, der eingentlich schon überprüft worden war. Angeblich soll es sich ebenfalls um einen Asylwerber handeln...."

Und eine Seite nach diesen beiden unbestätigten Verdächtigungen kann der so schon wohl vorbereitete Leser lesen: (Seite 4)

"Flüchtlingshelfer Logar mit dem Umbringen bedroht.

Flüchtlingschef Logar muss erneut um sein Leben und das seiner Familie bangen. Rabiate Asylwerber drohen ihm.

Die Drohungen gegen Peter Logar und seine Familie kommen diesmal aus dem Innsbrucker Flüchtlingsheim. Von dort wo vorige Woche ein Asylwerber ermordet wurde. Logar wird beschützt. Schon länger wird der Flüchtlingskoordinator von Asylwerbern bedroht. Kürzlich stürmte ein Russe sein Büro, weil er ein andere Unterkunft haben wollte. Da ihm Logar aber nicht helfen konnte, rastete der Gast aus. Er könne für nichts mehr garatnieren, ließ er wissen. Gleich danach wurde Logar von einem irakischen Asylwerber bedroht. Auch er wollte verlegt werden, was aber derzeit nicht möglich war. "Sie werden diese entscheidung noch bereuen. Ich habe nichts zu verlieren", schrie der Asylwerber. ..."


Klar, die negativen Berichte über Asylwerber nehmen messbar zu, wie diese sieben Nennungen in nur zwei Beiträgen beweisen. Um sie zu neutralisieren müssten sieben mal so viele POSITIVE Nennungen erfolgen. Dabei waren
* zwei von ihnen unbestätigte Verdächtigungen,
* und einmal war der Betroffene selbst ein OPFER.

Zumindest, dass ein russischer Flüchtling nicht so gerne mit einem psychisch kranken Tschetschennen, der wiederholt gewalttätig war in einem Flüchtlingsheim leben will, ist irgendwie verständlich.

In dem Zusammenhang sei der Flyer "Gefährlich fremd"? Anregungen zum kritischen Umgang mit Medien erwähnt:

http://www.idaev.de/antirassismus.htm

Mittwoch, 12. Oktober 2005

2. Integrations-Treffen der Abteilung JUFF in Imst

Gestern, am 11. Oktober 2005, fand die 2. Bezirksveranstaltung des Tiroler Leitbildprozesses "Leitbild Integration MIT Zuwanderern in Tirol" im kleinen Stadtsaal (18.oo bis 20.00 Uhr) in Imst statt.

Es wurde über den bisherigen Stand des Leitbildprozesses berichtet, reflektiert und diskutiert.
Die Integrationskoordinatorin des Bezirkes, Sandra Dablander, meinte gegen Ende der Veranstaltung, ihr sei eigentlich die Zeit zu schade, nur mit "Einheimischen" über Integration zu sprechen während die Integrations-Zielgruppe selbst offensichtlich kein Interesse hätte, wie auch dieser Abend zeige. Ich warf ein, dass vor allem die Sunniten und Schiiten gerade essen würden.... (Viele Moslems beteiligen sich derzeit am islamischen Fastanmonat, dem Ramadan, und der offizielle Termin für das Fastenende des Tages war ca. 19:00 Uhr.)

Zu den weiteren Fakten des Abends sehen wir uns die Zusammensetzung der Personen an, die zu dem Abend gekommen waren:

15 Anwesende:

3 offizielle Vertreter des Leitbildprozesses (2 Männer/ 1 Frau, einer davon mit Migrationshintergrund)
3 Frauen aus der Gruppe der Migranten (alle drei von geographisch verschiedener Herkunft).
9 Personen aus der Gruppe der Einheimischen (2 Männer/ 7 Frauen)

Was auffällt:

* Frauenmehrheit im Publikum = Integration ist weiblich????
* wenig Interesse der Bevölkerung des Bezirkes, AUCH der "Einheimischen" (der Bezirk hat NICHT ein Viertel Einwanderer)
* eine deutliche Absenz der Einwanderer aus der Türkei. Grund: da gerade Ramadan ist, aßen die Strenggläubigen natürlich zu dieser Zeit gerade feierlich im Familienkreis. Trotzdem war eine türkischsprachige Muslima gekommen!!!!!

Dass man schlichtwegs übersehen hatte, dass der 2. INTEGRATIONSLeitbild-Termin für diese Gruppe schwer einzuhalten war, könnte als Indiz dafür gewertet werden, dass hier noch ein langer Weg bis zur INTEGRATION zurückgelegt werden muss. Sofern Integration überhaupt gewünscht wird.....

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